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Geschichte der Schule 2

Ralbitzer Lehrer seit 1586

Im nun folgendem Abschnitt werden einige Lehrer, die an Ralbitzer Schulen gearbeitet bzw. gewirkt haben und die besondere Aufmerksamkeit verdienen, genannt und beschrieben. Namen von Ralbitzer Lehrern gehen bis in das Jahr 1586 zurück.Als erster sollte ein gewisser Bosćij Horbačk (Sebastian Horbatschk) genannt werden. Dieser war Ende des 16. Jahrhunderts in Ralbitz Schulmeister. Horbačk unterstand auch der St. Sebastian`s Bruderschaft in Crostwitz.In den Jahren 1685 bis 1734 lehrte in Ralbitz Měrćin Wawrik (Martin Waurick), geboren in Böhmen und nach ihm sein Sohn Kašpor Wawrik (Kaspar Waurick).Eine nächste Ralbitzer Lehrergeneration kann als historische Einzigartigkeit angesehen werden. Zwanzig Jahre lang, von 1744 bis 1764 lehrte Jan Wencl Brojer (Johannes Wenzl Bräuer), geboren 1724 in Böhmen, an der Ralbitzer Schule. In der Kirchenchronik ist sein Sterbedatum (22.01.1764) erwähnt. Jan Wencl Brojer sollte als Urvater, der ihm nachfolgenden Lehrer bezeichnet werden. Eineinhalb Jahrhunderte waren seine Söhne und Enkel in Ralbitz, Radibor, Ostro, Kuckau und Bautzen als Pädagogen tätig. Sein Sohn Handrij Brojer (Andreas Bräuer), geboren 1752 in Ralbitz, war im Ort von 1774 bis 1808 als „treuer und verdienstvoller Lehrer“ bekannt. Er wiederum war Vater dreier sorbischer Lehrer. Sohn Jan (Johannes) wirkte in Ostro, Sohn Mikławš (Nikolaus) arbeitete in Radibor. Sein dritte Sohn, Jakub (Jakob) Wencl lehrte von 1808 bis 1844 in Ralbitz. Er starb im Alter von 63. Jahren, hinterließ seine Ehefrau, drei Söhne und eine Tochter. Insgesamt wirkten drei Generationen der Familie Brojer als Lehrer in Ralbitz und an anderen Schulen des damaligen sorbischen Sprachraumes. Der ersten und zweiten Lehrergeneration der Familie Brojer war es nicht möglich, sich an einer Oberschule oder an einem Lehrerseminar Pädagogik - das Wissen des Lehrens – anzueignen. Erst das im Jahre 1817 gegründete evangelische Seminar in Bautzen ermöglichte den Enkeln von Jan Wencl Brojer nicht nur eine Lehrerausbildung, sondern auch eine professionelle Lehrertätigkeit an Bildungseinrichtungen. Weitere bekannte Lehrerpersönlichkeiten an Ralbitzer Schulen waren der Seminarist Jan Kochta (1844) und Mikławš Hicka (Nikolaus Hitzke) in den Jahren 1845 bis 1889. Letzterer war Vertreter und Förderer in der Epoche der nationalen Wiedergeburt des sorbischen Volkes. Er initierte auch die Aufstellung zweisprachig beschrifteter Ortsschilder und Wegweiser in den Dörfern um Ralbitz. Die im Jahre 1845 aufgebaute Schule in Ralbitz übte ihren Dienst bis nach dem 2. Weltkrieg aus. In der Regel lehrten jeweils immer zwei Lehrer in zwei Klassen. In dieser Zeit gingen im sogenannten Niederland (sorbisch Delany), d. h. in den Dörfern um Ralbitz und in der näheren Umgebung die Kinder in viele kleine Schulen. Solche Schulen gab es in Schönau, Cunnewitz, Rosenthal, Doberschütz, Räckelwitz, Ostro, Crostwitz, Storcha, usw. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden viele von diesen geschlossen und zentralen Schulen zugeordnet. Im Jahre 1968 wurden die Schulen aus Ralbitz und Cunnewitz vereint. Es enstanden zehn sorbische Schulklassen. An dieser vereinten Schule lehrten acht sorbische Lehrer, eine deutsche Lehrkraft und vier sorbische Lehrerinnen. Unter ihnen wirkte die bekannte sorbische Lehrerin und Schriftstellerin Marja Bjeńšowa (Maria Bensch) aus Schönau. Sie lehrte noch in sorbisch-katholischer Tracht.1974 / 75 wurde eine zentrale sorbische Schule für das Niederland in Ralbitz aufgebaut. Bis in die Wendezeit hieß sie Polytechnische Oberschule, die den Namen „Marschall Konjew“ trug. Ab 1990 bis heute lernen die Kinder und Jugendlichen in der Sorbischen Grundschule und in der Sorbischen Mittel – bzw. Oberschule. Bis 2008 lehrte an der Sorbischen Mittelschule der bekannte Autor und Geschichtsforscher Alfons Frencl (Frenzel).



Serbska wyša šula Ralbicy

Sorbische Oberschule Ralbitz